Rote Liste für den Kleiderkauf und die Hintergründe

Auch wenn die Tierschutzorganisation PETA durchaus kritisch wahrzunehmen ist, leisten sie doch einen wichtigen Beitrag, um die Schattenseiten unserer Wohlstands-Gesellschaft ans Tageslicht zu bringen.

Die folgenden Informationen stammen also von www.peta.de ...


Pelze

Ein niedriger Preis ist kein Anhaltspunkt für Kunstpelz. Es mag  überraschend klingen, aber Echtpelz muss nicht viel kosten. Und selbst, wenn ein Pelz als Kunstpelz bezeichnet wird, so kann es sich dennoch um Pelz tierischen Ursprungs handeln. Trotz EU-Importverbot gelangen immer wieder falsch deklarierte Katzen- und Hundepelze in deutsche Läden und Online-Shops. Meist kommen diese Pelze aus China, wo es keinerlei Strafen gibt für Menschen, die Tiere misshandeln oder sogar lebendig häuten. Doch auch für Pelze aus Europa werden freiheitsliebende Tiere lebenslang in winzige Käfige gesperrt und durch ungefilterte Auspuffgase aus LKW-Motoren vergast oder per Elektroschock getötet: Hierbei erleiden die Tiere einen Herzinfarkt und verbrennen innerlich!


Leder

...ist kein Abfallprodukt der Fleischindustrie! Jahr für Jahr erzielt die Lederindustrie etwa 95,4 Milliarden Euro. Jedes Mal, wenn wir für Lederschuhe, Ledertaschen oder Lederautobezüge bezahlen, tragen wir erheblich zum wirtschaftlichen Gewinn und dem Fortbestehen der unermesslichen Tierqualen bei. Höchstwahrscheinlich stammt dieses Leder zusätzlich aus China oder Indien, wo es nicht einmal den geringsten Schutz für die Tiere gibt. In Indien beispielsweise wird Kühen Chili in die Augen gerieben, sollten sie beim Weg ins Schlachthaus stehenbleiben. Auch Hunde- und Katzenleder gelangt falsch deklariert nach Deutschland.

Wenn man sich einmal vor Augen führt, was Leder eigentlich ist – nämlich die Haut eines getöteten Tieres – wird schnell klar, dass zahlreiche Chemikalien nötig sind, um diese am Verwesen zu hindern. Die Lederindustrie verwendet hierfür beispielsweise Chrom III, woraus bei der Gerbung das krebserregende und allergieauslösende Chrom VI entstehen kann. Die giftigen Gerbereiabwässer werden häufig ungeklärt in der Natur entsorgt, wodurch unzählige Arbeiter und Anwohner schwere Erkrankungen wie Hautausschläge, Asthma, Lungenkrebs oder Leukämie bekommen. Unter den Arbeitern und Anwohnern befinden sich auch Kinder. Doch auch wir sind großen Gesundheitsgefahren ausgeliefert, wenn wir Produkte aus Leder tragen. Schließlich werden auch in Lederschuhen, die wir in deutschen Geschäften kaufen können, immer wieder gefährlich hohe Rückstände von Chrom VI gefunden.


Wolle

Schafe müssen nicht sowieso geschoren werden! Hätten wir Menschen die Schafe nicht genetisch manipuliert, würde ihnen lediglich so viel Wolle wachsen, wie sie benötigen, um sich vor Kälte zu schützen. Um möglichst viel Kapital aus den Tieren zu schlagen, wurden jedoch spezielle Rassen, wie Merinoschafe gezüchtet, die keinen natürlichen Fellwechsel mehr haben.

Schafe, aber auch Kaschmir-Ziegen und Alpakas, werden bei der Schur oft gefesselt, gewaltsam niedergedrückt, verletzt und durch die Gegend geworfen. Auf das Leid der Tiere wird keinerlei Rücksicht genommen, schließlich werden die Arbeiter nicht selten nach Menge und nicht nach Stunden bezahlt. Im Normalfall werden die Schafe geschlachtet, sobald das Wollwachstum nachlässt. Hierfür werden sie oftmals auf überfüllten Schiffen in Länder des Nahen Ostens transportiert, wo es keinerlei Gesetze gibt, die sie vor weiterem unerträglichen Leid und Misshandlung schützen.


Mohair

Ein schockierender Bericht von PETA Asia zeigt erstmals das volle Grauen hinter den Kulissen der südafrikanischen Mohair-Industrie. Arbeiter zerrten Ziegen hin und her, warfen sie auf den Boden, verstümmelten sie und schnitten den Tieren sogar bei vollem Bewusstsein die Kehle durch. Südafrika ist der weltweit führende Produzent von Mohair. Die bahnbrechenden Aufnahmen zeigen nur einen Teil des Missbrauchs, der auf allen 12 von einem Augenzeugen besuchten Angorafarmen festgestellt wurde. Das Fell einiger Ziegen war kotverschmiert. Um das Mohair vor der Schur zu säubern, tauchte ein Farmer Ziegenböcke in Becken mit Reinigungslösung. Er drückte ihren Kopf unter Wasser und gab zu, dass dies die Tiere vergifte, falls sie die Lösung schlucken. Scherer werden pro Stück, nicht pro Stunde bezahlt. Das fördert ein schnelles und deshalb achtloses Arbeiten. Die Ziegen tragen Schnittwunden davon und bluten häufig an Gesicht und Ohren. Die Scherer schneiden ganze Hautstücke ab und einem Farmer zufolge sogar Zitzen. Die Tiere erhielten keinerlei Schmerzmittel, bevor die Arbeiter ihre Wunden auf dem dreckigen Boden zunähten.

Vielen Ziegen wurden mit einer Zange spitze Nägel durch die Ohren gestochen. Die Tiere haben dabei große Schmerzen. Laut den Aussagen eines Farmers sollen die Tiere dabei fürchterlich schreien. Ein anderer Farmer sagte, seine Ziegen würden „schreien und sich herumwälzen“, wenn man sie ohne Anästhetika kastriert. Schließlich sei es „verdammt schmerzhaft“. Ein weiterer Farmer erklärte: „Wir… schneiden… [das Ohr] einfach ab“, wenn angenommen wird, es sei von Krebs befallen. Eine Farmerin schnitt einer Ziege – offenbar ohne Schmerzmittel – mit einem Messer in den Rumpf. So wollte sie die Flüssigkeit aus einem – wie sie es nannte – „Abszess“ abfließen lassen.

Die Schur raubt den Ziegen ihren natürlichen Kälteschutz. Farmer gaben zu, dass viele Ziegen nach der Schur erfrieren, wenn es kalt, windig und regnerisch ist. Ein Mann sagte, in Südafrika seien an nur einem Wochenende 40.000 Ziegen an Unterkühlung gestorben. Ein anderer gab an, auf einigen Farmen würden nach der Schur bis zu 80 Prozent der Ziegen sterben. Andere Ziegen erlagen ihren Verletzungen oder verdursteten, weil sie während der Nahrungssuche auf der Weide in Dornen hängenblieben. Die Arbeiter scherten sogar die verwesenden Leichen.

Die Ziegen, die das wiederholte Scheren überleben, werden fünf oder sechs Jahre ihrer Haare wegen ausgebeutet. Etwa 90 Prozent der südafrikanischen Angoraziegen, die so lange gelebt haben, werden dann zur Schlachtung verkauft. Geschlachtet wird häufig nicht in zugelassenen Betrieben, sondern privat. Auf einer Farm schnitt ein Arbeiter Ziegen bei vollem Bewusstsein die Kehle mit einem stumpfen Messer durch und brach ihnen dann das Genick. Einem Tier hackte er gleich den ganzen Kopf ab. Ein anderes Tier war noch über eine Minute nach dem ersten Schnitt bei Bewusstsein und trat um sich. Andere Ziegen landen im Schlachthaus ...


Angora

Horror für Kaninchen!!! Etwa alle drei Monate fixieren Arbeiter in chinesischen Angorabetrieben die Füße völlig verängstigter Kaninchen und hängen die Tiere in der Luft auf oder befestigen sie ausgestreckt auf einem Holzbrett. Die Kaninchen schreien vor Angst und Schmerzen, wenn ihnen die Arbeiter faustgroße Büschel aus dem langen, weichen Fell reißen. Der Schmerz und der Stress sind so überwältigend, dass manche Kaninchen an Ort und Stelle an einem Herzinfarkt sterben. Andere müssen die Tortur immer und immer wieder über sich ergehen lassen, bis ihr Fellwuchs nach etwa fünf Jahren nachlässt. Dann wird ihnen die Kehle durchgeschnitten und ihre ausgelaugten Körper an die Fleischindustrie verkauft.

Kaninchen, denen ihr Fell abgeschnitten oder geschoren wird, leiden ebenfalls. Wie auf einer Streckbank werden sie fixiert, indem ihre Vorder- und Hinterbeine an den Enden eines Holzbrettes gefesselt werden - für Fluchttiere eine fürchterliche Erfahrung. Sie winden sich, um den scharfen Scheren oder Schurmaschinen zu entfliehen. Nach dieser traumatischen Misshandlung verfallen die Tiere in eine Schockstarre und verkriechen sich in ihren winzigen Einzelkäfigen.

90 Prozent der gewonnenen Angorawolle stammt aus China - einem Land, in dem keine Strafen für Tierquälerei existieren und keine Gesetze den Umgang mit Tieren regeln. Wenn man einen Pullover, Hut oder ein anderes Produkt mit Angora kauft, stammt es mit großer Wahrscheinlichkeit aus China, selbst wenn das Endprodukt woanders fertiggestellt wurde."


Daunen

Es gibt keine tierleidfrei „erzeugten“ Daunen!!!

Gänse und Enten werden für Daunen oft bei lebendigem Leib gerupft. Arbeiter klemmen sich die hilflosen Tiere kopfüber zwischen die Knie und reißen ihnen ganze Büschel von Federn aus, wodurch sie panisch schreien und bluten.

Nicht selten werden den Gänsen und Enten bei dieser Prozedur die Flügel gebrochen oder Hautlappen herausgerissen.

 

Auch Zertifikate wie der „Responsible Down Standard“ oder „Downpass“ können eine artgerechte Haltung nicht garantieren oder den Lebendrupf verhindern ...